Dem Steff soi Blog

»Stefan, hol schon mal den Browser!«

Austritt Piratenpartei

Hallo Stefan,

vielen Dank für die Bestätigung Deiner Kündigung.

Wir bestätigen Dir hiermit das Ende Deiner Mitgliedschaft in der Piratenpartei Deutschland zum 05.09.2014 mit der Mitgliedsnummer 4941.
[…]

Eigentlich schreibt ja jedes ehemalige Mitglied der Piratenpartei sofort einen Blog-Artikel und begründet seinen Austritt. Oft mit heftigem Nachtreten.

Das habe ich vergessen. Jetzt ist es zu spät.

Heute jährt sich mein Austritt zum 2. Mal. Darauf stoße ich ohne Rum an. Prost!

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Religionsfreiheit ist keine piratige Freiheit!

In den Reaktionen zu Aaron Königs Blogpost »Respekt für die Schweiz« kann man heraus hören, dass viele Piraten die Religionsfreiheit für besonders wichtig befinden.

Auch wird der Begriff »piratig« gerne benutzt.

Dem setze ich entgegen: Religionsfreiheit ist nicht piratig!

Freiheit zu sagen was ich will, das ist eine piratige Freiheit. Über Biervulkane reden zu dürfen ist eine piratige Freiheit. Über einen Gott auf dem Planeten Kolob reden zu dürfen ist Freiheit.

Das leitet sich alles vom grundlegenden Freiheitsbegriff ab, den die Piratenpartei unterstützt.

Es braucht also keine explizite Religionsfreiheit. Schlimmer noch: Diese hat einige Unfreiheiten im Schlepptau, die man nicht haben will. Die Blasphemie-Gesetze zum Beispiel, die die Meinungsfreiheit einschränken und deren Deutungshoheit bei den Religionen selbst liegt.


Und apropos »piratig«: Wenn jemand sich gerne Aaron nennt, obwohl er Stefan heißt, dann ist das sein gutes Recht. Das zu kritisieren ist eher unpiratig. Fasst Euch an Eure eigenen Nasen!

UPDATE 2011-10-25: Was ich damals nicht bedacht habe war, was für eine Person Aaron König wirklich war. Er hat später die Piratenpartei verlassen und die Partei Die Freiheit gegründet. Ich stimme nicht mit seinen Zielen und Meinungen und denen der Partei »Die Freiheit« überein! (Ja, etwas spätes Update. Habe das Blog stark vernachlässigt.)

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Wer Piratenpartei mit den Grünen vergleicht …

… sollte sich die Daten bitte genauer ansehen.

Habe mich auch gefreut, als es überall hieß die Grünen haben bei der ersten Bundestagswahl (1980) nur 1,5 % erhalten. Hat doch die Piratenpartei bei ihrer ersten Bundestagswahl schon satte 2 % erreicht.

Dann habe ich den Fehler gemacht mir Fakten anzusehen. Soll man nicht, ich weiß. Tat es trotzdem.

1979 traten die Grünen als »sonstige politische Vereinigung« bei der Europawahl an und kamen auf 3,2 %. Piratenpartei kam bei der Europawahl 2009 auf 0,9 %.

1980 wurde die Bundespartei der Grünen gegründet. 3 Jahre nach der Gründung (1983) sahnten sie 5,6 % bei der Bundestagswahl ab. Piratenpartei wurde 2006 gegründet und hat bei der Bundestagswahl 2009 2 % der Stimmen.


Ich denke wir sollten alle etwas ehrlicher sein. Auch im Wahlkampf und in der Aufbereitung der Niederlage. Kommentare

Wer immer noch behauptet die Piratenpartei sei eine 1-Themen-Partei, der lügt!

Wahlprogramm Piratenpartei

Parteiprogramm Piratenpartei

Astroturfing

Troll

FUD Kommentare

Bestes Ergebnis der Piratenpartei bei einer Bundestagswahl!



Die Piratenpartei hat bei dieser Bundestagswahl 1,36 % der Stimmen erhalten. Rund 846.000 Bürger stimmten für ihre Themen.

OK, die Nichtwähler werden normalerweise nicht mitgerechnet. Es sind also 2 % für die Piratenpartei. Das sind leider nicht die 5 %, die sich Viele erhofft haben, aber eine Steigerung seit der Europawahl.

Ein Gutes hat der große Abstand zur 5-%-Hürde: Es gibt keine Grabenkämpfe und Schuldzuweisungen wegen fehlenden 1 %.

Ich will ehrlich sein: Bei all der Begeisterung im Netz und Protest gegen die etablierten Parteien, habe ich mit einem Wunder gerechnet. 5,1 % wären irre gewesen, meinte auch Ulrich Wickert.

Die 2 % sind aber ein solider Anfang. Weiß nicht ob man sich mit den Grünen messen soll, deren erstes Bundestagswahlergebnis »nur« 1,5 % waren. Dazu war die Wahlbeteiligung zu gering. Wir haben aber ähnlich angefangen. Das macht Hoffnung. Und die nächsten Jahre gibt es viel zu tun. Es gilt nicht nur den Bundestag 2013 zu entern.

Die Themen der Piratenpartei haben schon im Wahlkampf andere Parteien inspiriert. Mit der neu gewonnenen Bekanntheit kann noch mehr Einfluss auf Politik und Meinung der Bevölkerung genommen werden.

Mit fast 10.000 Mitgliedern (Tendenz weiter steigend) lässt sich viel bewirken. Kommentare

Sehr wichtiges Piratenpartei-Thema: Transparenz

Von allen Wahlkampfthemen der Piratenpartei, wird ein Thema nicht oft genug genannt: Demokratie durch Transparenz und Beteiligung



Durchgelesen? Bitte wenigstens überfliegen, es ist wichtig!

Wenn in einem südamerikanischen Land Milliardenverträge mit Privatfirmen abgeschlossen werden würden und die Verträge nicht der Öffentlichkeit einsehbar wären, man könnte sicher sein welche Frucht in der Presse Erwähnung findet. Und die ist gelb.

Bei uns ist das normal. Und nicht einmal ein Bundestagsabgeordneter darf Einblick in die geheimen LKW-Maut-Verträge nehmen. Siehe dazu die Rede von Jörg Tauss vor dem Deutschen Bundestag am 8. September 2009.

So, jetzt stellt Euch vor was bisher in diesem Land alles gelaufen ist und gerade läuft, bei dem man entweder nur bruchstückhaft informiert wird, oder komplett ausgeschlossen wird. Z. B. werden die Banken mehr oder weniger geheim gerettet. Wir dürfen zahlen und wissen auch von der unvorstellbaren Summe, aber nicht was damit wirklich getan wird.

Hätte sich die Situation unseres Landes so entwickelt wie sie jetzt ist, wenn man wüsste wer wie Einfluss auf die Politik nimmt? Wenn man jeden Schritt nachvollziehen könnte? Wenn Verantwortung nicht verschleiert werden würde?

Die Bürger fragt man immer unterstellend ob sie denn etwas zu verbergen haben, wenn sie sich nicht überwachen lassen wollen. Was haben die Politiker zu verbergen?

Sie werden nicht nur von uns gewählt und bezahlt, sie arbeiten für uns. Für uns, das Volk.

Wenn mein Chef von mir Passwörter für einen Server haben will, dann bekommt er diese. Wenn ich einem Kollegen einen Arbeitsablauf zeigen soll, dann mache ich das. Der komplette Programmcode aller Anwendungen ist in der Firma. (Ja, bin in der IT-Branche. :-)

Als Chef unserer Politiker will ich auch informiert werden. Und wissen was wirklich geschieht.

Und ja, wir sind die Chefs. Auch wenn wir uns selbst zum reinen Stimmvieh erniedrigen lassen und die entstandene Politiker-Kaste sich verhält als würden sie über uns stehen. Das tun sie nicht. Sie dienen. Sie dienen

Dem Deutschen Volke
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Die Piratenpartei nicht über die 5 % zu hieven hilft den großen Parteien

Man nehme folgendes (hypothetisches) Ergebnis der Bundestagswahl:
Die Piratenpartei hat sich bei den letzten Wahlen immer gesteigert. Die Mitgliederzahlen sind quasi explodiert. Und im RTL Nachtjournal vom 2009-09-18 sagt Politikwissenschaftler Gero Neugebauer, dass sie die 5 % schaffen könnten. In den Ergebnissen der klassischen (Telefon-)Umfragen erscheinen sie nicht, weswegen jede Zahl von 1 bis 7 möglich ist. In diesem Beispiel eben 4 %.

Prozentpunkte aller Parteien, die die 5-%-Hürde (im Beispiel) nicht geschafft haben: 7

Und diese 7 sind wichtig. Denn im Bundestag werden jetzt nicht 7 % weniger Sitze vergeben, sondern alle 598 (zzgl. Überhangmandate, die ich der Einfachheit halber ignoriere). Die CDU/CSU hat zwar 35 % der Stimmen, aber 37,6 % der Stimmen, die für Parteien abgegeben wurden, die die 5-%-Hürde übersprungen haben. Und damit auch 37,6 % aller Sitze.

Die Sitzverteilung (Anteil der Sitze in Klammern):
Was würde aber passieren, wenn die Piratenpartei die 5 % erreicht? Im folgenden Beispiel auf Kosten der Grünen:
Jetzt haben die CDU/CSU nur noch 36,1 % aller Sitze: 216 statt 225. 9 weniger. Wegen 1 Prozentpunkt mehr für die Piratenpartei.

Die neue Sitzverteilung:
Lasst die Piratenpartei nicht hängen! Spätestens am 27. September 2009 (oder früher per Briefwahl) die Zweitstimme für die Piraten ankreuzen und die Zahl der Unter-5-%-Stimmen verringern. Kommentare

Piratenpartei mitgliederstärkste Partei nach Bündnis 90/Die Grünen

Die Piratenpartei hat nun 7.098 Mitglieder. Damit liegt sie auf Platz 7, direkt nach Bündnis 90/Die Grünen, die 46.500 Mitglieder zählen. Kommentare

Die 1-Thema-Lüge

Die Piratenpartei ist nun zur Bundestagswahl zugelassen. In 15 Bundesländern wird sie antreten.



Damit wurde die Jagd endgültig freigegeben. Sie sind keine harmlosen Spinner mehr, sondern eine ernst zu nehmende Konkurrenz, die Stimmen »klaut«.

Was man oft hören kann ist die 1-Thema-Lüge. Die Piratenpartei hätte nur ein einziges Thema. Dabei lässt sich das leicht widerlegen.

Sucht man bei Google nach »verräter partei«, ist der erste Treffer momentan die Homepage der SPD. Sucht man aber nach »bundestagswahl wahlprogramm piratenpartei« (ohne Anführungszeichen), findet man genau das. Ein Wahlprogramm mit 6 Kapiteln:

Kapitel 1 - Grundgesetz bewahren
Kapitel 2 - Privatsphäre und Datenschutz
Kapitel 3 - Demokratie durch Transparenz und Beteiligung
Kapitel 4 - Immaterialgüterrechte
Kapitel 5 - Infrastrukturen offen halten
Kapitel 6 - Bildung

Das sieht mir nicht so mono-thematisch aus, wie Vertreter anderer Parteien es gerne verbreiten.

Warum die Lüge andauernd wiederholt wird? Weil Wahlkampf ist und man diese Fehlinformation in den Köpfen der Wähler festsetzen will.

»Man muß eine Lüge nur oft genug wiederholen, und sie wird zur Wahrheit«
– Joseph Goebbels (sinngemäß)

Eine Strategie, die an ihrer Wirkung nichts verloren hat. Der aufgeklärte Mensch von heute ist doch nicht so aufgeklärt wie man meint. Selbst intelligente Menschen fallen darauf rein.


Eins stimmt: Die Themenauswahl ist nicht allumfassend. Doch je weniger Themen eine Partei hat, desto weniger Spielraum hat sie diese in einer Koalition zu verraten. Wer die Partei X wegen dem Thema Y wählt, welches 1 Thema von 100 ist, der wird höchstwahrscheinlich enttäuscht.

Zur Erinnerung: Die gefallenen Soldaten der letzten Zeit wurden von der ehemaligen Friedensbewegung in den Krieg geschickt!

UPDATE: Siehe auch Gezielte Falschdarstellungen in den Medien und Gegendarstellung zu Prof. Lösche im ZDF heute journal: Piratenpartei ist KEINE "Ein-Punkt-Partei", sondern vereint 3 Bewegungen.

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Bescheuerte Namen

Buford "Mad Dog" Tannen: What's your name, dude?
Marty McFly: Uh, Mar- Eastwood. Clint Eastwood.
Buford "Mad Dog" Tannen: What kind of stupid name is that?


Piratenpartei

Ernsthafte Ziele und erwachsene Inhalte, trotzdem hält man die Partei für eine Spaßpartei. In Reutlingen meint man sogar es ist nur ein Jux, wenn man bei der Piratenpartei ein Kreuz setzt.

Laut Partei-FAQ ist man sich der Problematik bewusst. Man hat den Namen sogar absichtlich gewählt.


Attac

Das gebräuchlichste Synonym für »Attacke« ist »Angriff«. So ist es nicht verwunderlich, wenn der Name der Organisation Attac eher gewaltbefürwortend klingt. Und da es bei Demonstrationen von Globalisierungsgegnern fast immer zu Ausschreitungen kommt, hat man die Verbindung schnell gezogen.

Dabei ist selbst ein Heiner Geißler Mitglied bei denen.

Ausgeschrieben und übersetzt heißt der Name übrigens »Vereinigung für eine Besteuerung von Finanztransaktionen zum Nutzen der Bürger«. Das klingt doch schon ganz vernünftig.


Second Life

Das 2. Leben. Oh, so ein Name zieht Spott schon automatisch an, unabhängig von den Inhalten.

Wenn Freizeitbeschäftigungen von der Norm (Fußball, Ficken, Alkohol) abweichen, spricht man gerne von »kein Leben haben«. Und da passt es ja schon, wenn eine Freizeitbeschäftigung einen solchen Namen hat.
Keine Diskussion vergeht ohne nicht mindestens einen Hinweis darauf, sich doch lieber um sein 1. Leben zu kümmern.

Ein Großteil der Bevölkerung sitzt im 1. Leben passiv vor dem Fernseher.

Trotzdem werden aktive Tätigkeiten, die Phantasie benötigen, ausgelacht. Dazu gehören Rollenspiele mit Würfel und/oder Computer, dazu gehören Weblogs, Chats, Foren. Und als Plattform eben auch Second Life.

Das 1. Quartal 2009 war nicht schlecht.


newLISP

Nichts bleibt ewig neu. Der Namensbestandteil "new" wirkt mit der Zeit etwas lächerlich. newLISP wird seit 1991 entwickelt. Version 1.3 wurde 1993 veröffentlicht.

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