Dem Steff soi Blog

»Stefan, hol schon mal den Browser!«

Binäruhr im Rand

Ich habe eine binäre Armbanduhr, die ich auch seit einiger Zeit im Rand dieses Blogs angedeutet habe.

Ab jetzt sieht es der Uhr aber etwas ähnlicher.



Das entspricht ungefähr der Anzeige. Oben sind die Stunden und darunter die Minuten. In diesem Fall ist es 11:46 Uhr. 8 + 2 + 1 Stunden, 32 + 8 + 4 + 2 Minuten.

Per JavaScript wird die Uhr jede Minute aktualisiert. Eingesetzt wird das <canvas>-Element von HTML 5. Man hätte es natürlich auch mit anderen Techniken umsetzen können, aber ich wollte <canvas> schon lange einmal ausprobieren. Eine Spielerei, sozusagen.

Aber es wird von allen aktuellen Browsern unterstützt. Getestet habe ich unter MacOS X, Linux und Windows XP.

MacOS X:
Linux:
  • Firefox 3.0.8
Windows:

Update: Nach Wechsel der Blogsoftware wieder deaktiviert.

Gegendarstellung zu »20 Jahre Internet« und Bill Gates

Die alten Medien verbreiten momentan die Nachricht vom 20. Geburtstag des Internet. Es wurde in der Schweiz erfunden und Bill Gates hat sein Potential gleich erkannt.

ICH KÖNNTE KOTZEN!

Entschuldigt diese Ausdrucksweise, aber mir ist wirklich schlecht. Wieso ist es, dass wir immer wieder Fehlinformationen erkennen, wenn wir selbst das Thema genauer kennen als die Journalisten? Ist die Schlussfolgerung daraus nicht schrecklich? Wir werden andauernd nur angelogen! Hauptsache (zweifelhafte) Inhalte werden geschaffen um Zeitungen und Sendezeit zu füllen.

Zum 20. Geburtstag: Das World Wide Web (kurz WWW, oder nur Web) ist 20 Jahre alt. Ja, es wurde in der Schweiz beim CERN erfunden. Von einem Engländer namens Tim Berners-Lee, der 2004 dafür von der Queen in den Ritterstand erhoben wurde. Woher die 20 Jahre her kommen weiß ich nicht. Letztes Jahr haben einige Medien den 15. Geburtstag gefeiert. Es gibt keinen richtigen Stichtag.

Das Internet selbst ist älter. Je nach Zählweise mindestens 26 Jahre (seit Einführung von TCP/IP).

Und Bill Gates? Das Potential des Internets gleich erkannt? Von wegen! 1995 wollte man noch einen eigenen Online-Dienst nach Vorbild CompuServe und AOL gründen, die damals auch nichts mit dem Internet zu tun hatten. Windows 95 wurde ohne Webbrowser veröffentlicht. Nur auf einer Zusatz-CD und in späteren Versionen war ein Browser dabei.


Apropos Bill Gates: In einer Rede hat der damalige Bundespräsident Roman Herzog gesagt »Bill Gates fing in einer Garage an und hatte als junger Mann schon ein Weltunternehmen. Manche sagen mit bitterem Spott, daß sein Garagenbetrieb bei uns schon an der Gewerbeaufsicht gescheitert wäre.«

Ein Multimillionär muss doch nicht in einer Garage anfangen? Zu den armen Schluckern in der Garage gehörten die Firmengründer von Apple, Steve Jobs und Steve Wozniak. Bill Gates wurde in einer wohlhabenen Familie geboren. Sein Vater war ein reicher Anwalt und sein Großvater hat 1906 die Seattle's National City Bank gegründet.

Noch immer mit Firefox 2 unterwegs? Updaten!

Wer ab 2008-12-18 seinen Firefox 2 auf die Version 2.0.0.20 geupdatet hat, der bekam eine Seite angezeigt, die man nicht ignorieren sollte.

»Dies ist die letzte geplante Aktualisierung für Firefox 2.« heißt es darin. Ein Upgrade auf Firefox 3 wird empfohlen: »Mozilla plant keine weiteren Sicherheits- und Stabilitätsupdates für Firefox 2 und empfiehlt, dass Sie umgehend auf Firefox 3 aktualisieren

Der Wechsel sollte schmerzlos sein. Fast alle Erweiterungen funktionieren mittlerweile auch auf der Version 3, die seit 2008-06-17 verfügbar ist. Nicht unterstützte Erweiterungen kann man in den meisten Fällen durch andere Add-Ons ersetzen, die die selbe Funktionalität haben. Z. B. habe ich DiggiDig einfach durch Digger ersetzt.

Wessen Computer die Systemvoraussetzungen nicht erfüllt, der muss leider nach alternativen Browsern Ausschau halten. MacOS 10.3 und Windows 95 sollten selten sein. Wer das aber trotzdem braucht, kann sich Opera 9 installieren. Das Internet ist ein gefährlicher Ort. Der Webbrowser sollte immer so aktuell wie möglich sein.

Tags: Web, Computer, Firefox

Eine offenkundig unsichere Verschlüsselungsmethode: ROT13

ROT13 hat nichts mit der Farbe Rot zu tun. Es ist eine (unsichere) Verschlüsselungsmethode, die einfach Buchstaben eines Textes durch Buchstaben ersetzt, die im Alphabet 13 Positionen weiter weg stehen. Praktisch ein Rotieren um 13 Stellen.

Wozu der Blödsinn?

Damit gewisse Texte nicht unbeabsichtigt gelesen werden.

Traditionell wird ROT13 im Usenet eingesetzt, um anstößige Witze oder Spoiler (Ende/Inhalt eines Buches, Filmes, Serie usw. verraten) zu verschleiern. Wer diese Texte lesen will, muss die ROT13-Funktion in seinem Newsreader anstoßen. Der User hat dadurch eine Vorwarnzeit.

Eine Suche bei Google zeigt sehr viele Seiten, die eine ROT13-Verschlüsselung online anbieten. Ein weiterer Tropfen in diesem Meer an offenkundig unsicheren Verschlüsselungen ist http://rot13.floor500.net/

Aus der Handlung von Harry Potter und der Halbblutprinz:

Nyohf Qhzoyrqber fgveog.

In diesem Sinne: Vzzre fpubra ebgvrera!

Tags: Web, rot13

Internet Explorer gefährlich!

Zero-Day-Exploit für Internet Explorer breitet sich aus

Das ist eine aktuelle Meldung auf dem Heise-Newsticker. Der eigene (Windows-)Rechner wird automatisch infiziert, wenn man mit dem Internet Explorer eine Seite besucht, die diese Sicherheitslücke ausnutzt.

Dabei ist man nicht sicher wenn man Schutzsoftware installiert hat, oder angeblich "gefährliche" Seiten meidet. Auch harmlose Websites können den Schadcode enthalten.

Heise Security empfiehlt in seinem Artikel:

Solange Microsoft noch keinen Patch bereitstellt, sollte man zu einem alternativen Browser greifen, der die verwundbaren Microsoft-Bibliotheken nicht benutzt. Populäre Beispiele sind Firefox, Opera oder Safari.


UPDATE: golem.de berichtet im Artikel Zero-Day-Exploit: Anwender des Internet Explorer gefährdet auch über die Auswirkungen der Lücke:

Angriffe auf Microsofts Browser durch harmlose Webseiten

Microsofts Internet Explorer ist erneut Ziel eines Angriffs. Derzeit sind vor allem Nutzer in China betroffen, aber ein Überschwappen nach Europa ist möglich. Einen Patch gibt es nicht und so ist das Nutzen eines anderen Browsers derzeit die beste Möglichkeit, die Lücke im Browser zu vermeiden.

Chrome ist eine Beta-Version!

Google hat wirklich eine gute PR-Abteilung. (Keine Kohl-Zitate, bitte!! :-)

Chrome ist in allen Medien. Sogar auf der Seite 1 einer Boulevardzeitung. Auf der internationalen Google-Seite (ggf. Link "Google.com in English" folgen) gibt es einen Downloadlink, direkt unter dem Suchformular.

Aber einen großen Fehler machen sie: Sie setzen voraus, dass die Nutzer wissen was das "(BETA)" bedeutet.

Chrome ist noch eine Beta-Version. Eine unfertige Testversion. Weniger als 24 Stunden nach Veröffentlichung wurden schon Sicherheitslöcher und Abstürze gemeldet.

Chrome ist noch nicht für den täglichen Einsatz gedacht!

Der durchschnittliche Computer-Benutzer ist noch nicht die Zielgruppe. Die Medien handeln fahrlässig, weil sie ihre Konsumenten nicht darüber informieren.


UPDATE (2008-09-06): Bundesamt warnt vor Googles Chrome


Firefox ist der Auskenner-Browser

SPIEGEL ONLINE hatte vor ein paar Monaten Zugriffszahlen genannt: Unter der Woche 50,8 % Internet Explorer, 39,1 % Firefox und 6,5 % Safari. Am Wochenende aber 48,6 % Firefox, 36,9 % Internet Explorer und 9,3 % Safari.

Wer die wirkliche Wahl hat, der benutzt eher Firefox. Internet Explorer kommt fertig installiert mit jedem aktuellen Windows. Bei der Einführung von Windows 95 hat man das Web beinahe verschlafen und den Browser noch auf einer Extra-CD ("Microsoft Plus!") nachgereicht.

Wer einen Browser wie Firefox benutzt, hat sich bewusst entschieden.

heise online hat heute Zugriffszahlen für August 2008 veröffentlicht: 40,2 % Firefox 3, 18,6 % Firefox 2, 11,3 % Internet Explorer 7, 9,5 % Internet Explorer 6, 7,6 % Opera 9.x

"heise online ist die bevorzugte Infoquelle für ICT-Entscheider und Technologie Enthusiasten." steht auf der Mediendatenseite zu den Zielgruppen.


Horror des 21. Jahrhunderts!

Nichts für schwache Nerven:

Tags: Web, Allgemein

Der Rapante-Virus

Wenn ein Kollege den Kopf ins Büro steckt und »Hage?« ruft, dann hat man ein weiteres Opfer des Rapante-Virus entdeckt.


Auf YouTube findet man das geniale Video Rapante Rapante! von Kurt Krömer.


VORSICHT! Ansteckungsgefahr!


Selbst wenn man es als absoluten Blödsinn ab tut, erwischt man sich doch später selbst dabei zu zitieren. Dann ist es schon zu spät. Das Sprachzentrum ist befallen.


Mannooooo!


UPDATE: Diese Genialität war nicht von Kurt Krömer, sondern von Rene Marik. Danke an Lars, der mich in seinem Kommentar darauf aufmerksam gemacht hat.



Tags: Web

"Ich glaub' mich verprügelt ein Hirsch!"

Rache ist Blutwurst. Natürlich bei reddit gefunden.




Tags: Web